Editorial

oder draussenThe Whole Earth. – in Stücken. Während die Sicherheitskräfte am Brandenburger Tor nach dem Obama-Besuch die Gullideckel wieder entplombten, die Sounds der Fete de la Musique lockend durch die Wände des Redaktionsraums drangen, abgelöst von den hämmernden Beats des Christopher Street Day, arbeiteten 10 angehende Journalisten vier Tage lang mit aller Kraft an diesem Blog.
Das Außen besser verschwinden lassen und sich auf das Innen konzentrieren, wie einer der Blogger ironisch angesichts des Arbeitspensums kommentierte. Oder aber die Linie zum Kreis denken – einzelne Dinge und Chronologisches so wiedergeben, dass sich ein ganzes Bild abbilden lässt. Schön, wenn sich die Aussagen der Kuratoren plötzlich auch auf die eigene Arbeit beziehen lassen. Wie war das nochmal mit den Feedbackschleifen? Wenn zuviel Input in den Kreislauf gerät? Und – wie gehe ich mit der Weigerung um, sich verständlich auszudrücken? (Wissenschaft, Theorie und andere Sprachleiden…). Das wurde zur Hauptfrage für einige.

In vielen kleinen Stücken, so das Ziel, soll die Berichterstattung rund um die Ausstellung THE WHOLE EARTH und die daran angeschlossene, abschließende KONFERENZ einen Einblick bieten – informativ, kritisch aber auch unterhaltsam sein. Ok, unter dem Druck des Aktuellen, konfrontiert mit hochgradig komplexen, intellektuellen Themen, gebeutelt von Hitze und Beats bloggen was das Zeug hält. Scheint als wär das der Job. Kuratoreninterviews, Experteninterviews, Essays, aktuelle Berichte, auf Video und Audio – es grenzte an Hochleistungssport.

Aktuelles wurde abgedeckt, ebenso wie Randseitiges, Kritisches und Neues. Die Linie wurde immer mehr zum Kreis. Trotz der Hitze. Und vor allem mit Blick auf all die länger und tiefer recherchierten Beiträge zum Thema, die noch kommen.

Herzlichen Dank an die Presseabteilung des HKW, Onlineressort und natürlich die Kuratoren und Konferenzteilnehmer für ihre Zeit und den Input.

Jetzt erstmal über freie Gullideckel, ohne Beats und Bässe nach Hause… Viel Spaß beim Lesen!